Liederkranz 1860 Wendelstein e.V.

Singen macht froh!

Jahreshauptversammlung 2015

Der „Liederkranz“ Wendelstein muss Ersatz suchen für seine bisherige Chorleiterin

Trotz gelungener Konzerte kein Nachwuchs für den Liederkranz

Wendelstein - Auch der Liederkranz Wendelstein, als ältester noch bestehender Verein in Wendelstein  - 1860 gegründet -, muss sich trotz seiner stolzen über 150jährigen Tradition Sorgen um seine Zukunft machen. Dies wurde bei der diesjährigen Generalversammlung deutlich, bei der es der neuen Vereinsvorsitzenden Rita Schwarzfärber als traurige Pflicht oblag, bekanntzugeben, dass aufgrund beruflicher Veränderungen Miriam Geißler - ebenfalls erst seit 2014 für den Chor als Chorleiterin tätig - nach dem Frühjahreskonzert 2015 den Chor schon wieder hatte abgeben müssen.                             

Für Rita Schwarzfärber, seit letztem Jahr erst Vereinsvorsitzende, war diese Generalversammlung im Mehrzweckraum der „Hans-Seufert-Halle“ in vielen Punkten eine Premiere. Nach ihrer Begrüßung der aktiven Mitglieder und Fördermitglieder oblag Dr.Jörg Ruthrof in Vertretung der Gemeinde ein kurzes Grußwort, bei dem er dem Chor vor allem einen schnellen Erfolg bei der Chorleitersuche wünschte. Mit ihrem ersten Jahresrückblick setzte die Vorsitzende die Tagesordnung fort und sah 2014 insgesamt als durchmischtes Jahr für den Chor. Nach der Freude, mit Miriam Geißler wieder eine Chorleiterin zu haben, musste diese sich 2015 wieder wegen beruflicher Veränderungen verabschieden, weshalb erneut ein Chorleiter gesucht wird.

Für sie, so Rita Schwarzfärber, war ihr erstes Jahr als Vorsitzende ein Jahr mit vielen neuen Erfahrungen und Aufgaben, weshalb ihr besonderer Dank allen Chorsängerinnen und -sängern sowie allen „guten Geistern“ im Verein galt, die sie in diesem ersten Amtsjahr so gut unterstützt haben. Hatte Miriam Geißler als neue Chorleiterin noch an der Generalversammlung ihre Visionen für die Arbeit mit dem Chor vorgestellt, kann festgestellt werden, dass sie diese in ihrer leider nur kurzen Amtszeit erfolgreich umgesetzt hat, was zudem an dem vielseitigen Liederprogramm des Frühjahreskonzerts im März 2015 mit alten wie modernen, deutschen und englischen Liedern deutlich wurde und was beim Publikum sehr gut ankam.     

 „Ich bitte alle, für den Liederkranz um neue Mitglieder zu werben“

Neben diesem jüngsten Konzert gestaltete der Chor im Herbst 2014 ein gemeinsames Konzert in der St. Nikolauskirche mit dem Volkschor aus Kronach. Als gesellige Veranstaltungen fanden eine musikalische Wanderung durchs Schwarzachtal mit Besuch des Drechsler- und Metalldrückermuseums Wendelstein sowie eine Tagesfahrt zum Kloster Metten und nach Deggendorf zur Landesgartenschau statt. Neben 34 Chorproben fanden mehrere Sitzungen des Vereinsvorstands zur Planung aller Vereinsaktivitäten statt und auch statistische Daten gab es: Derzeit bilden 35 Sängerinnen und Sänger den gemischten Chor, und der Verein hat 97 passive und fördernde Mitglieder.

Foto (jör): Die für ihre langjährige Chormitgliedschaft und für ihren treuen Besuch der Chorproben geehrten Mitglieder des Wendelsteiner Gesangvereins „Liederkranz“ 1860 zusammen mit der Vereinsvorstandschaft.

Mit dem Dank an alle Sängerinnen und Sänger und alle Helfer im Hintergrund sowie Verantwortlichen im Verein beschloss Rita Schwarzfärber ihren Premierenrückblick mit der Bitte an alle Mitglieder, auch weiterhin für den Liederkranz um neue Sänger und Mitglieder zu werben. Nach dem Kassenbericht und der einstimmigen Entlastung aller Amtsträger standen Ehrungen als nächster wichtiger Punkt des Abends an. Hier wurden Hubert Becker für 20jährige Zugehörigkeit zum Chor geehrt und Hannelore Eckstein, Monika Schlicker, Rita Schwarzfärber, Helga Wilde, Hannelore Ziegler, Karl Ellinger, Rainer Gradl sowie Henner Wehrenbrecht als „treueste“ Chorsänger mit geringster Fehlzeit.

Sorgen um die Zukunft des „Liederkranz“-Chores

Sowohl die Suche nach einer neuen Chorleitung wie auch die Zukunft allgemein des gemischten Chores prägten zum Ausklang die Diskussion in der Generalversammlung. Generell, so Vereinsvorsitzende Rita Schwarzfärber, suchten aktuell viele Laienchöre nach Chorleitern - insofern hoffe sie wie beim letzten Mal auf eine schnelle Nachfolgelösung auch beim „Liederkranz“. Darüber hinaus sorgen sich der Chor und die Vereinsleitung zudem um die Zukunft des Chores selbst, da derzeit noch 35 Sängerinnen und Sänger im Chor mitwirken, junge Stimmen und neue Chorsänger aber bislang ausbleiben.

Als mögliche Lösung für die Verpflichtung eines neuen Chorleiters wurde angedacht, gegebenenfalls sogar die Übungszeiten in der Woche auf einen anderen Tag zu verlegen, da diese Situation den Gesamtchor am stärksten derzeit belaste. Im Hinblick auf das Stimmvolumen des Chores waren Ideen zur Suche nach ähnlichen Chören mit dem Hintergrund einer engeren Zusammenarbeit und gegenseitigen Hilfe ein weiterer Aspekt in der Diskussion. Die Aussprache, so Rita Schwarzfärber abschließend, habe gezeigt, dass die Sänger an „ihrem Chor“ hingen, worauf sie auch stolz sei; dennoch gelte es, rechtzeitig für die Zukunft zu planen. (jör)