Liederkranz 1860 Wendelstein e.V.

Singen macht froh!

Klassische und moderne Stücke beim Konzert des „Liederkranz“ in der Waldhalle

Der Liederkranz lud ein und viele begeisterte Gäste kamen

„Ich lade gern mir Gäste ein“ lautete das Konzertmotto für das Jahreskonzert des „Liederkranz Wendelstein“ und dem Motto folgten gern unzählige Musikfreunde in die Großschwarzenloher Waldhalle. Passend zum Konzertthema - einer Arie aus der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauß - prägten bekannte Operettenarien vom Chor vorgetragen ebenso wie von Chorleiterin Ruth Volpert als Solistin präsentiert und im Duett mit Rainer Bittermann die erste Konzerthälfte. „Klassiker“ des 20. Jahrhunderts mit Stücken der Comedian Harmonists und aus Musicals - vom Chor, Ruth Volpert allein und dem Vokalquartett „FrauENsemble Viererlei“ vorgetragen - prägten danach die zweite Hälfte des Konzertabends in der vollbesetzten Waldhalle.                   

Chor

„Ich lade gern mir Gäste ein" - das war das Motto des Herbstkonzerts des Liederkranzes in der Waldhalle Wendelstein. Erfreulich viele Gäste erlebten den Liederkranz von einer ganz neuen Seite.

Das Konzert in Waldhalle in Großschwarzenlohe, das zugleich den Auftakt zu einem „langen Chorwochenende“ bildete mit einem weiteren Konzert am nächsten Tag gemeinsam mit den Chören der Sängergruppe Wendelstein, eröffnete der Chor unter der Leitung von Ruth Volpert mit dem Stück „Es klingt ein Lied“ nach einer irischen Volksweise. Als erster musikalischer Gast des Abends übernahm Rainer Bittermann hier Soloabschnitte des Liedes und begeisterte auch im weiteren Verlauf des Konzerts bei seinen Solo- und Duettauftritten. Mit der Titelmelodie zum Konzert „Ich lade gern mir Gäste ein“ gab Chorleiterin Ruth Volpert als Solistin gleich beim zweiten Stück des Abends eine wunderbare Kostprobe ihres Könnens.   

Als Moderator führte Dr. Bernd Schulze informativ wie sachkundig durch das Konzertprogramm und erläuterte die Entstehungsgeschichten und Besonderheiten der Lieder. Zu diesen Informationen gehörte außerdem ein kurzer Rückblick auf die Geschichte des „Liederkranz“ als ältestem Verein in der Gemeinde und dessen musikalischer Entwicklung. Volkslieder und Arien prägten danach auch das weitere Programm der ersten Konzerthälfte: Als Empfehlung an das Publikum gegen Schwermut an Herbsttagen sang der Chor „Gib dem Tag dein Lachen“ und bei der Arie „Dunkelrote Rosen“ aus der Operette „Gasparone“ hatten die Chorsänger einen doppelten Einsatz: Bei den Soloabschnitten und mit Rosen für die Chorsängerinnen.   

Soli und Duetteinsätze von Chorleiterin Ruth Volpert

Duett_Ruth+Rainer

Sie sangen beide als Solisten beim Konzert und im Duett: Chorleiterin Ruth Volpert und Rainer Bittermann (Bild: jör).

Die Arie „Meine Lippen, die küssen so heiß“ samt Tanzeinlagen aus der 1934 erstmals aufgeführten und zugleich letzten Operette „Giuditta“ von Franz Lehar war ein weiteres begeisterndes Beispiel für das Können von Chorleiterin Ruth Volpert und mit der Begleitung vieler Stücke des Abends hatte auch Adriana Koch am Klavier ihren großen Anteil am Erfolg des Konzerts. Mit der „Barcarole“ aus Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen“, ursprünglich ein venezianisches Schifferlied, entführte der Chor das Publikum in den Süden, bevor die musikalische Weltreise mit dem „Glühwürmchenidyll“ von Paul Lincke als typische Berliner Operettenmelodie wieder in deutsche Gefilde zurückführte.  

Nach den vorherigen Soloauftritten hatten jetzt Ruth Volpert und Rainer Bittermann das erste ihrer zwei Duette und beeindruckten mit der Arie „Lippen schweigen“ aus Franz Lehars Operette „Die lustige Witwe“. Auf den folgenden Chorauftritt mit dem Werk „In mir klingt ein Lied“ nach Frederic Chopin sang sich Rainer Bittermann als Solist schnell in die Herzen aller Zuhörerinnen in der Waldhalle mit der bekannten Arie „Dein ist mein ganzes Herz“, ebenfalls ein Werk von Franz Lehar. Auch der Chor nahm dieses Thema gern musikalisch auf und präsentierte danach sein Können mit dem Volkslied „Du, du liegst mir im Herzen“.

Von der Operette zu Musicalstücken und den Comedian Harmonists

Mit „Trink Liebchen, trinke schnell“ aus der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauß hatten Ruth Volpert und Rainer Bittermann ein ebenso begeisterndes zweites Duett und aus der gleichen Operette stammte auch als bekanntes Stück „Im Feuerstrom der Reben“, womit der Chor die Zuhörer in die Konzertpause begleitete.

Neu eingekleidet und auch mit wesentlich anderen Stücken hieß der Chor das Publikum danach für weitere musikalische Höhepunkte zur zweiten Konzerthälfte willkommen und lud mit dem ersten Stück alle zu „Wochenend und Sonnenschein“, einem „Gassenhauer“ der 1930er Jahre ein.

Konzert_Abschluss

Begleitet von Adriana Koch am Klavier, begeisterten der Chor des Wendelsteiner Liederkranzes mit seiner Chorleiterin Ruth Volpert, die auch als Solistin das Konzert bereicherte, und auch die vier Sängerinnen vom „FrauENsemble Viererlei“ das Publikum in der Waldhalle Bild: jör)

Als weitere musikalische Gäste hatten in der zweiten Konzerthälfte das Vokalquartett „FrauENsemble Viererlei“ mit Elke Eltermann, Barbara Koching, Britta Schwarz und Christa Stahl-Lang mehrere begeisternde Auftritte, den ersten mit „Big Spender“ aus einem amerikanischen Musical der 1960er Jahre. Ruth Volpert bekannte bei einem ihrer Soloauftritte mit einem Stück aus den 1920er Jahren „Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre“ und nach dem bekannten Swingstück der Andrew Sisters „Bei mir bist du schön“ - vom „FrauENsemble“ präsentiert - begeisterte Ruth Volpert mit dem Lied „Eine kleine Sehnsucht“ als weiterer Solonummer.          

Der Chor empfahl sich beim Publikum mit dem Nachkriegsklassiker „Rote Lippen soll man küssen“ und als Geschenkidee fürs nahe Weihnachtsfest empfahl das „FrauENsemble“ den Zuhörern „Diamonds are a girl`s best friend“. Mit „So schön wie heut“, einer Filmmusik von Franz Grothe von 1941, leitete der Chor das Finale des Konzerts ein und hatte sich dafür zudem den „Kleinen grünen Kaktus“ der Comedian Harmonists von 1931 aufgehoben. Erst nach zwei Zugaben mit „Du, du liegst mir im Herzen“ als gemeinsames Lied mit dem Publikum und der „Barcarole“ entließen die Zuhörer den Chor und die Solisten endgültig von der Bühne.          (jör

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