Liederkranz 1860 Wendelstein e.V.

Singen macht froh!

Chorausflug am 23. Juni 2017
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Die Wanderung des Liederkranzes könnte man als Kaleidoskop bezeichnen: Schöne Dinge anschauen, bei jeder Drehung ein anderes Motiv.
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Das erste: Die Unternehmung begann mit einer angenehmen Busfahrt bei schönem, luftigem Wetter nach Ebrach. Durch eine schriftliche Handreichung von Hans Dieter Lillig wurden wir mit der wechselvollen Geschichte der Kloster- und Kirchenanlage mit ihrer überaus mannigfaltigen Ausstattung vertraut gemacht. Die Kirche ist überreich ausgeschmückt mit Skulpturen, Altären, Fenstern, und besonders schön ist die Hauptorgel auf der Westempore mit einer Fensterrose, die derjenigen von Notre Dame in Paris nachempfunden ist. Die Legende erklärt die Gründung des Klosters damit, dass es an der Stelle, wo dem Abt von einem Eber ein Krummstab entrissen worden war, errichtet wurde. Heute noch sind im Wappen von Ebrach ein Eber und ein Stab zu sehen.Der Grundstein für die Abteikirche wurde im Jahre 1200 gelegt. Die Abtei war bis zu ihrer Auflösung im Jahre 1803 von 51 Mönchen und 10 Laienbrüdern bewohnt. Heute werden die ehemaligen Klostergebäude recht weltlich genutzt (JVA). Die Abteikirche ist die katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt.

Wir sangen in der Kirche noch unter der Leitung von Ruth Volpert zur eigenen und der Besucher Freude vier schöne Lieder.

 


Danach wurde den leiblichen Bedürfnissen mit einem guten Mittagessen im „Historik-Hotel Klosterbräu“ Genüge getan.


Zweites Motiv auf dem Kaleidoskop: Kurze Fahrt zum Baumwipfelpfad Steigerwald. Der Baumwipfelpfad ist 1.150 m lang, die Turmhöhe beträgt 42 m. Das kelchförmige Bauwerk wird auf mit Holz belegten Wegen rund herum bis auf die endgültige Höhe erklommen. Die Steigung beträgt nie mehr als 6 Prozent, die Stabilität ist ausreichend. Als wir dort waren, war es recht windig, aber niemand klagte über Unwohlsein. Bei jedem Schritt aufwärts sah man weiter in die Ferne, Wald in allen Grünschattierungen, und man kam sogar über die Baumgrenze und dem Himmel immer näher! Der Eindruck ist kaum zu beschreiben. Im mittleren Höhenbereich gibt es eine größere Plattform, auf der eine Bigband ein Konzert gab. Überall gut zu hören und von weiter oben eindrucksvoll tief unten zu sehen. Der Idee, der Planung und der Ausführung dieses Projekts kann man nur größte Bewunderung zollen.

Nach der „Talfahrt“ gab es noch ein Eis in der Cafeteria ganz unten, und weiter ging es mit dem bereits wartenden Bus nach Pommersfelden, der

dritten Station auf dem Kaleidoskop: Der Besuch im Schloss Weissenstein mit geführter Besichtigung der imposanten Innenräume, z. B. des Treppenhauses, der Repräsentations- und Wohnräume und der Grotte, ausgestattet mit unermesslichen Kunstschätzen, vor allem Gemälden, war der unbestrittene Höhepunkt des Chorausflugs. Man hörte Zahlen über Kostenbeteiligung von höchster Stelle, im Vergleich dazu von Löhnen von Angestellten, die für unsere Vorstellungen nicht mehr nachvollziehbar waren. Schön für die Nachwelt, dass sich noch immer viele Menschen für das Schloss interessieren und die angebotenen Konzerte und Schulungen besuchen und damit manche Kosten mittragen helfen.

Die Stunde war schnell vergangen, und nun ging es zum Schluss zum Abendessen nach Gremsdorf. Mit einigen lustigen Darbietungen von Ruth Volpert und Hans Dieter Lillig und Rainer Gradl wurde dieser Teil des Programms beschlossen, ehe es dann mit dem Bus nach Hause ging.

Der Ausflug war aufs beste von Hans Dieter Lillig organisiert worden, war äußerst vielfältig und spannend und gab Johann Wolfgang von Goethe Recht, der schrieb:

Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen

Und haben sich, eh man es denkt, gefunden.

Alle kamen auf ihre Kosten einschließlich ein wenig Muskelkater, und sie danken Hans Dieter Lillig recht herzlich für den wunderschönen Tag. Helga Wilde